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Kalte oder warme Dusche nach der Sauna?

Die Frage, ob ein Saunabad besser mit warmer Dusche abzuschließen ist anstatt der üblichen Luft- bzw. Kaltwasserabkühlung, kann nicht in einem Satz beantwortet werden.

Zunächst sei daran erinnert, dass die Sauna als trockenes Heißluftbad mit zwischengeschalteten Abkühlungsreizen definiert wird, d. h. zu einem richtigen Saunabad gehört immer die Abkühlung. In dieser Form hat das Saunabaden eine lange Tradition.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren außerdem gezeigt, dass der Abkühlung eine größere Bedeutung zukommt als bisher angenommen wurde. Zunächst geht es darum, durch eine schnelle Abkühlung die in der Sauna in Gang gesetzten Entwärmungsmechanismen des Körpers zu unterbrechen. Damit soll einer möglichen Auskühlung entgegen gewirkt werden. Diese Maßnahme ist nicht nur notwendig, sondern auch erfrischend und angenehm.

Natürlich wird durch den Abkühlungsreiz auch dem Orthostaseeffekt vorgebeugt, dem Absacken des Blutvolumens beim Aufstehen in die untere Körperhälfte, der mit Unwohlsein verbunden ist.

Schon lange ist bekannt, dass durch die Wechselreize ein „Training“ der peripheren Blutgefäße stattfindet. Ein abgehärteter Körper reagiert auf Wärme- bzw. Kälteeinflüsse einfach schneller und besser. Diese Verbesserung der Reaktionsbereitschaft des Kreislaufs gegenüber Kälte ist ein wichtiger Faktor bei der sog. Abhärtung.

Neue Untersuchungen haben nun gezeigt, dass gerade die Abkühlungsmaßnahmen auch bestimmte Mechanismen der Körperabwehr stimulieren. Wir kennen dies von der Kneipp´schen Kaltwassertherapie und vom Eisbaden im Winter. Es wäre also unter diesem Gesichtspunkt geradezu ein Fehler, wollte man auf die Abkühlung nach der Sauna verzichten. Nach allgemeiner Ansicht entspricht dies auch der Zielsetzung des Saunabadens, die neben Entspannung und Wohlbefinden auch auf Kreislauftraining und Abhärtung des Organismus ausgerichtet ist. Übrigens steht dem nicht entgegen, nach der Abkühlung warmes Fußbad zu nehmen. Man bezweckt damit eine reflektorische Wiedereröffnung der Blutgefäße der Haut, die dem Wärmeausgleich innerhalb des Körpers dienlich ist und das Wohlbefinden noch steigert.

Die hin und wieder vertretene Auffassung, dass man auf Abkühlung verzichten könne, beruht auf der Erfahrung, dass eine verlängerte „Warmhaltung“ zu besonders nachhaltiger Blutdrucksenkung führt, was aber eine Belastung von Herz und Kreislauf bedeutet. Auf jeden Fall wird die Neigung zur Orthostasereaktion verstärkt und kann nicht nur zu Müdigkeit und Schwindel, sondern auch zum Kreislaufkollaps führen.

Die Behauptung, dass Kaltreize die Poren der Haut verschließen, ist eine sehr laienhafte Vorstellung. Nicht die Poren (das sind die Ausgänge der Schweißdrüsen in der Haut) werden verschlossen, sondern es verengen sich die im Dienst der Regulation des Wärmehaushaltes die weit gestellten Blutgefäße, was eine erwünschte Wirkung des Saunabadens ist.

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